Datteröder Siedler in Übersee
Nicht immer konnten sich die Datteröder von den Erträgen ihrer Felder ernähren, da hieß es auswandern oder verhungern. So fanden sie im Laufe der Jahrhunderte mit vielen anderen Hessen im Osten eine neue Heimat. Etwa um 1840 setzte dann die große Auswanderungswelle nach Übersee ein. Warum haben unsere Landsleute damals, ebenso wie die Untertanen anderer deutscher Länder, ihre Heimat verlassen? Dafür gibt es zwei wichtige Gründe. Erstens war es die wirtschaftliche Not und zweitens waren die politischen Verhältnisse in den Fürstentümern, in denen Freiheit und Menschenwürde mit Füßen getreten wurden. Vergeblich kämpften damals die Untertanen für die genannten Ziele. Denken wir an die Revolution von 1848 und an die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Der Traum von Freiheit hatte sich nicht erfüllt, enttäuscht kehrten viele Patrioten der alten Heimat den Rücken und suchten ihre Zukunft im demokratischen Amerika.
Schon längst wusste man auch im Hessenland über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Neuen Welt Bescheid. Die hessischen Soldaten, die nach dem Unabhängigkeitskrieg drüben geblieben sind (vgl. oben), schilderten in rosigen Farben die Lebensbedingungen in ihrer neuen Heimat in den Briefen an ihre Angehörigen daheim. Wir wissen aus vielen Berichten aus jener Zeit, dass diese Zeilen ein wahres Amerikafieber erzeugt haben. Der Traum von Wohlstand und Freiheit wurde so geboren. Da ist es kein Wunder, wenn wir heute die Auswandererlisten lesen, dass Freunde, Familien, ja ganze Sippen ihr Hab und Gut verkauften und den Weg in eine unbekannte Zukunft antraten. Der zweite Auswanderungsgrund war die wirtschaftliche Not in unseren Dörfern. Da reichten die spärlichen Erträge der viel zu geringen Ackerflächen nicht aus, um die großen Familien zu ernähren, der Hunger war ständiger Gast an ihren Tischen. Zusätzliche Erwerbsmöglichkeiten gab es nicht. Ganz im Gegenteil, diese gingen noch verloren, indem die häusliche Leinweberei zum Erliegen kam, weil die mechanischen Webstühle schneller und billiger produzieren konnten. Das Schicksal der schlesischen Weber hat sich auch in unserer Heimat in abgeschwächter Form bemerkbar gemacht, denn in vielen Familien wurde mit dem Webstuhl mehr verdient als mit der Landwirtschaft. Das drückt ein Sprichwort klar aus: „Nächst dem Backofen nährt nichts so gut wie ein Webstuhl“.
In der nachfolgenden Zeit wurde nur noch für den Eigenbedarf gewebt. Der Beruf des Leinewebers verschwand aus dem Datteröder Steuerregister. Zum Vergleich mit den Auswanderungszahlen aus Datterode möchte ich solche aus anderen Orten anführen, sie betreffen etwa den Zeitraum von 1835-1847:
| Datterode Wanfried Eschwege Jestädt Albungen Frieda Reichensachsen Weißenborn Niederhone, Heldra und Aue je Niederdünzebach |
52 56 46 35 26 14 49 12 10 22 |
Den absoluten Auswandererrekord in unserer engeren Heimat hält Blankenbach im Ulfetal für denselben Zeitraum mit 79 Personen, insgesamt verließen in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa 265 Blankenbacher ihren Heimatort. Das ist die größte Zahl, die von keinem anderen Dorf dieser Größenordnung erreicht worden ist. Im Dürrejahr 1847 erreichte die Auswandererzahl in Datterode mit mindestens 13 Personen den höchsten Stand. Während in der zweiten Auswandererwelle 1850-1872 insgesamt 65 Datteröder (einschließlich Familienangehörige) Anträge auf Auswanderung stellten, verteilten sich die Personen in kleiner Zahl auf die einzelnen Jahre mit Ausnahme von 1854, da waren es 18. Alle diese Menschen erhofften sich in der Neuen Welt eine bessere Zukunft, ob sich ihre Hoffnungen erfüllt haben, wissen wir nur in wenigen Fällen, denn der Kontakt zur alten Heimat ist abgerissen. Ab und zu tauchen Nachkommen auf, die sich in der Heimat ihrer Vorfahren umsehen wollen. Wenn früher ein Brief aus Amerika in Datterode eintraf, so ging das wie ein Lauffeuer durchs Dorf. Da war von Freud und Leid zu lesen, von Erfolgen und schmerzlichen Verlusten, von den harten Lebensbedingungen, unter denen man drüben eine Existenz aufgebaut hat. In jedem Brief kam zum Ausdruck, wie sehr man sich auch nach vielen Jahren nach der alten Heimat sehnte, dass das Heimweh selbst im Alter nicht von der Seite weichen wollte.
Es folgen die Namen der bereits erwähnten Auswanderer, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts Datterode verlassen haben:
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Bettenhaus, Jakob, *30.08.1808 mit Ehefrau Caroline, *20.06.1809, geb. Köhler; Tochter von Dorothea Elisabeth Köhler (s. u.) |
1845 |
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Fischer, Henrich, *28.10.1810 „in der Stadt Allendorf“ |
1835 (evtl. auch erst nach dem Tode seiner Ehefrau 1851) |
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Fischer, Johann Henrich, *05.12.1815 mit 2. Ehefrau, Barbara Juliane, *11.09.1815, geb. Löber und Kindern: Friedrich Henrich, Christine Elisabeth, Barbara Juliane |
1846 |
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Jacob, Simon, *23.04.1790 in Grandenborn, mit der 2. Ehefrau, Dorothea Elisabeth, *06.03.1806, geb. Köhler und den Kindern: Johannes, Katharina Elisabeth, Anna Catharina Christina – Sohn Stephan siehe nächsten Eintrag |
1839 |
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Jacob, Stephan, * 07.12.1814 in Krauthausen (?), Sohn des Simon Jacob, mit Ehefrau Christina Elisabeth, *27.04.1807, geb. Köhler und den Kindern Anna Elisabeth, Johannes Jacob, Heinrich |
1845 |
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Köhler, Dorothea Elisabeth, *30.01.1779; geb. Vogler, Witwe von Johann Georg Köhler mit vier von elf Kindern: |
1840 (geschätzt) |
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Köhler, Jakob, *06.05.1804, mit Ehefrau Anna Catharina, *20.12.1805 in Röhrda, geb. Leinhose und den Kindern: Johann Henrich, Christine, Christine Elisabeth Louise, Johann Christoph, Anne Christine |
1847 |
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Lange, Johann Christoph, *07.03.1795, mit Ehefrau Catharina Elisabeth, *18.12.1795, geb. Wieditz, mit den Kindern: Dorothea Juliane, Jacob Conrad, Elisabeth |
1847 |
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Leinhose, Anna Martha, *13.08.1825 |
1847 – in Philadelphia, USA, verheiratet mit dem Schuhmacher Zunsius |
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Möller, Johann Friedrich – Antrag wieder zurückgezogen |
1846 |
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Möller, August Henrich, *05.12.1829 |
1847 (?) |
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Möller, Carl August, *25.02.1829 |
1847 |
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Ronshausen, Johann Werner, *27.06.1810 in Oberdünzebach |
1845 – ohne Ehefrau und Kinder ausgewandert; evtl. kam ein Sohn, Johann Eobald, 1854 nach (s. u.) |
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Ronshausen, Conrad, *06.08.1821, mit Ehefrau Dorothea Juliane, *17.06.1820, geb. Lange und einem von zwei Söhnen: Christoph |
1845 – angekommen 03.08.1846 in Baltimore an Bord des Schiffes „Averon“ von Bremen, Schmied; bei der Abschrift irrtümlich mit „B“ geschrieben; Kontakt des HVD mit Nachfahrin besteht |
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Schmidt, Johann David, *18.05.1794; |
1835 (geschätzt) |
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Schmidt, David, *20.09.1815 |
(nach) 1841 |
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Schnitzer, Georg, geb. in Mitterode, mit 2. Ehefrau, Martha Elisabeth, *24.03.1806, geb. Schneider und drei Kindern (drei weitere Kinder waren zuvor verstorben): Anna Elisabeth, Margarethe Elisabeth, Anna Maria |
1839 |
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Vogeler, Jakob, *03.10.1826 |
1846 |
Anträge auf Auswanderung im Zeitraum 1850-1872 entnommen dem Wochenblatt für den Landratsbezirk Eschwege:
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Antragsdatum |
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13.05.1851 |
Jacob Henrich Fischer *18.03.1832, Schneidergeselle |
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13.08.1851 |
Johannes Löber, Taglöhner, *04.01.1816, mit Ehefrau Christina Elisabeth, *01.06.1811, geb. Köhler und den fünf Kindern: Johann Jacob, Anna Elisabeth, Christoph, Johann Eobald, Elisabeth |
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05.09.1853 |
Catharina Elisabeth Fischer, *18.11.1810, mit zwei von drei Kindern: Anna Barbara, Anna Catharina |
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05.09.1853 |
Anna Margaretha Fischer, *08.06.1839 |
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23.03.1854 |
Jacob (Reinhard) Lange, *22.05.1827; in Amerika angeblich verheiratet mit Dorothea Elisabeth Munck (s. u.) |
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12.04.1854 |
Reinhard Jacob Wieditz, *03.04.1830, Mühlenbursch |
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20.04.1854 |
Dorothea Elisabeth Munck, *16.03.1834; in Amerika angeblich verheiratet mit Jacob Lange (s. o.) |
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26.04.1854 |
Johann Reinhard Krause, *26.02.1835 |
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26.04.1854 |
Johann Eobald Ronshausen, evtl. Sohn des Johann Werner Ronshausen (s. o.), *27.12.1839 |
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18.05.1854 |
Johann Christoph Schmidt, *22.10.1812 und Ehefrau Margarethe Elisabeth, *28.12.1807, geborene Hose, verwitwete Krause mit drei von vier Kindern: Anna Catharina, Catharina Elisabeth, Conrad Carl Julius |
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17.08.1854 |
Anna Elisabeth Almerodt, evtl. * 28.09.1827 |
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31.08.1854 |
Cyriacus Rößner, *01.02.1813 in Breitau, mit Ehefrau Anna Barbara, *08.04.1813, geborene Fischer und den drei Kindern: |
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31.08.1854 |
Dorothea Elisabeth Jacob, evtl. *14.04.1824, nachdem ihre drei Kinder gestorben waren |
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28.09.1854 |
Anna Catharina Leinhos, *30.10.1839 |
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29.06.1855 |
David Köhler *24.09.1827 mit Ehefrau Anna Catharina Elisabeth, *23.08.1828 geb. Beck und dem Sohn Heinrich – u. U. auch mit Tochter Catharina |
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vor 1856 |
Bernhard Loebenstein (Loebenstein); dass nicht zwingend alle Auswanderer dieser Jahre bekannt sind, ergibt sich u. a. daraus, dass der Bernhard Loebenstein (Löbenstein), *12.07.1836 in Datterode, nachweislich 1856 in Missouri wohnte. Sein Sohn Rudolph wurde eine bekannte Persönlichkeit der Geschichte Missouris (vgl. www.suvcwmo.org/commanders1-1889.php ). |
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24.04.1856 |
Adam Almerodt, Schneidergeselle, *28.09.1836 |
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30.04.1856 |
Jacob Sippel, *11.01.1807 – ohne Ehefrau und die sechs Kinder ausgewandert; angeblich vor 1875 in Amerika verstorben |
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22.05.1856 |
Anna Catharina Löber, *22.02.1820 (Passantrag 31.05.1856) |
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11.09.1856 |
Johann Henrich Fischer, *05.12.1815 |
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06.11.1856 |
Dorothea Elisabeth Almerodt, *10.11.1825, Dienstmagd (evtl. mit Tochter Anna Elisabeth, * 14.09.1850) |
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19.05.1859 |
Martin Almerodt, *23.03.1839 |
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07.07.1859 |
Betti Löbenstein (Löwenstein), 20 Jahre alt |
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17.07.1860 |
Anna Catharina Leinhose, *26.01.1807, geborene Hartung, Witwe des Johann Christian Leinhose, sicher mit zwei von sechs Kindern: Anna Catharina, Anna Marie; Tochter Anna Martha war bereits 1847, Anna Catharina 1854 ausgewandert (s. o.); siehe auch 25.07.1862 |
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in 1861 oder später |
Heinrich Eobald Mosebach, *10.04.1843 – in 1861 hier noch wegen einer Strafsache verurteilt |
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21.02.1861 |
Reinhard Vogt, Tagelöhner, *21.09.1824 – er wanderte mit seiner Frau Eva Elisabeth (33), geb. Bachmann aus Lüderbach und den Kindern Barbara Elisabeth (8), Heinrich (6) und Georg (3) an Bord der Bark „Stella“ am 14. Mai 1861 von Bremen nach Baltimore, Maryland, USA, aus; vgl. http://www.immigrantships.net/v5/1800v5/stella18610514.html |
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11.04.1861 |
Frommet Löbenstein, 25 Jahre |
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25.07.1862 |
Tagelöhner Christian Leinhoses Witwe, 53 Jahre – evtl. gleich mit Anna Catharina Leinhose, vgl. 17.07.1860 |
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19.08.1862 |
Anna Catharina Vogt, *02.04.1822, Dienstmagd |
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23.08.1863 |
Johannes Carl Bierschenk, Schreinergeselle, *18.04.1840 – mit dem Schiff „Helene“ von Hamburg nach Südafrika am 12.09.1863; vgl. http://reocities.com/Heartland/Meadows/7589/Names/schiff_19.html |
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20.10.1868 |
Reinhard Werner, *14.05.1849, Küfergeselle |
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Johann Heinrich Hose, evtl. *31.12.1850 |
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02.07.1869 |
Andreas Werner, *18.03.1844 |
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Johann Peter Conrad Hose, *04.04.1854 - angekommen von Bremen in New York am 15. April 1871 mit dem Schiff „Rhein“; vgl. http://immigrantships.net/v7/1800v7/rhein18710415_02.html |
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22.06.1871 |
Minke Pfifferling |
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09.08.1871 |
Jacob Pfifferling |
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09.03.1872 |
Jacob Beck, Schreinergeselle, evtl. 17.01.1855 |
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26.03.1872 |
Bernhard Heinrich Fey, Müllergeselle, *17.02.1853 |
Auch in den Folgejahren traten immer wieder Auswanderer den Weg nach Übersee an. Darüber gibt es leider keine Unterlagen bzw. nur wenige überlieferte Aussagen. Hier die bisherigen Nachforschungsergebnisse:
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von etwa 1880 |
Johann Heinrich Bierschenk, *11.05.1837; in der Folge holte er bei insgesamt fünf Überfahrten seine Ehefrau Anna Catharina, *29.04.1839, geb. Gier, Johann Jacob, Dorothea Juliane, Conrad Reinhard, Dorothea Katharina, Johann Carl, Katharina Elisabeth, Martha Maria Elisabeth und Heinrich nach Amerika; vgl. „Einzelgeschichten“ |
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1883 |
Friedrich Lange, *01.06.1860; vgl. „Einzelgeschichten“ |
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1884 |
Emilie Vogeler, *09.01.1863; am 05.11.1884 von Hamburg Richtung Adelaide, Australien, mit dem Schiff "Marsala"; wie sie dann nach Neuseeland gekommen ist, versuchen die Nachfahren zu klären; |
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1884
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Philipp Jacob, *31.05.1864; HVD hat zu Nachfahren in den USA Kontakt |
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1909 |
Carl Wieditz, *29.12.1885; vgl. „Einzelgeschichten“ |
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nach 1909 |
Hermann Casper Wieditz; vgl. „Einzelgeschichten“ |
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nach 1909 |
Katharina Wieditz, in den USA verheiratete Stück; vgl. „Einzelgeschichten“ |
Zu diesen Auswanderern können Sie unter „Einzelgeschichten“ die bisherigen Ergebnisse nachlesen.
Verehrte Leserin, verehrter Leser, sollten Sie weitere Kenntnisse von Datteröder Auswanderern haben, lassen Sie es uns bitte wissen. Gerne nehmen wir ihre Informationen auf!
Eine nette Sache erlebte der Verfasser vor Jahren, indem er durch einen Freund die Kopie eines Zeitungsausschnitts bekommen hatte, in dem wurde berichtet wurde, dass in einem kleinen Städtchen in Kalifornien um Mitternacht das Telefon klingelte und der Anrufer, ein Bekannter der Frau, mitteilte, er habe bei einem Trödler die Auswanderertruhe ihres Großvaters entdeckt. Diese trug noch die Aufschrift „Johannes Bierschenk aus Datterode in Hessen Germany“. Ein paar Stunden später war die besagte Truhe gekauft und ziert heute die Diele der Enkeltochter.
Zur Auswanderung weiterer jüdischer Einwohner aus Datterode - insbesondere auch infolge der Naziherrschaft - vgl. Die Datteröder Juden.
Zwischen den beiden Weltkriegen gingen aus Datterode die Einwohner Kümmel und Hose (Reinhard) nach Amerika, ihnen folgte nach dem zweiten Weltkrieg Fräulein Martha Sippel. Sie heiratete einen ehemaligen amerikanischen Soldaten. Alle drei „Neuamerikaner“ haben später ihrem Heimatort Besuche abgestattet.
Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts verließen drei weitere Frauen Datterode nach Übersee:
Eva Schmidt - nach Kalifornien/USA
Beate Ritz - nach Kalifornien/USA (vgl. http://ehs.ph.ucla.edu/faculty/beate-ritz-md-phd)
Cornelia (Conny) Beck - nach Alberta/Kanada (vgl. http://www.simplicityphotos.ca/ )
Inwieweit die vielen Auswanderer im Einzelnen wann und wo angekommen sind und gesiedelt haben, ist in den meisten Fällen nicht bekannt. Aber gerade heutzutage können die Spuren der ausgewanderten Datteröder und ihrer Nachfahren via Internet wieder aufgenommen werden. Gerade in Übersee liegt ein gesteigertes Interesse vor, genealogische Wurzeln zu ergründen, so dass schon Kontakte von Nachfahren ausgewanderter Datteröder zum Heimatverein geknüpft wurden.
1 Karl Gier in „850 Jahre Datterode“, Der Festausschuss Datterode, Verlag Friedrich Gajewski, 1991; erweitert um ergänzende Informationen und Fotos durch den Heimatverein Datterode e. V.