Die Gänsekerle
Martin Fischer auf dem Markt am Entenanger in Kassel |
Im Zuge der Hugenotteneinwanderung aus dem Elsass kam die Sippe der „Fischer“ nach Datterode. Diese kauften und verkauften Federvieh. Dazu zogen sie mit der so genannten „Kötze“ (das Original befindet sich in unserem Museum) weit über Land. Zunächst mit Hunde- später dann mit Pferdegespann, mit Motorrad und letztlich Kraftwagen. Über die Zeiten dieses Handels, wurde die Fischerdynastie in Stadt und Land, von Eisenach bis Kassel bekannt. Daraus entwickelte sich der heutige Beiname „Gänsekerle“ für die Datteröder. Die Fischers gibt es heute immer noch im Dorf. Während ein Federviehhändler dieses Namens in 2007 verstarb, führt ein anderer diesen Handel fort, ein weiterer handelt mit Rindern.
Peter und Sohn Reinhard Fischer am Marktstand in Kassel 1921 |
Der Symbolfigur „Gänsekerle“ hat der Heimatverein 2007 an der Netrafurt am Anger ein Denkmal errichtet. Vorlage für die Figur, die vom Steinmetz Jan Müller hergestellt worden war, war ein Foto von Jakob Fischer. Die Figur selbst stand zuvor seit einigen Jahren an der Bushaltestelle an der Leipzigerstraße etwas verloren herum. Nunmehr hat sie einen würdigen Platz an der Stelle, an der über Jahrhunderte hinweg die Gänse über den Anger in den Netrabach gegangen sind.
Die Gänsekerle auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel |
Vor vielen Jahren mühsam bergan, Karl Beck |


Die Gänsekerle auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel